Porto, Portugal: Tiefenentspannte Großstadt

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Porto, Portugal: Tiefenentspannte Großstadt

Porto ist aufgrund der exponierten Lage am Atlantik und am Douro ein Superziel für den Urlaub zwischendurch. Eine außergewöhnliche Stadt mit vergleichsweise wenig Sehenswürdigkeiten, so dass man sich voll und ganz aufs Genießen konzentrieren kann: durch die pittoreske Altstadt schlendern, in kleinen Läden stöbern, beim Sundowner am Douro sitzen, gut essen gehen. Die Badestrände fallen aufgrund der Achtzigerjahre-Hochhausbebauung zwar nicht in die Kategorie Traumstrand, aber die Fahrt mit dem Sightseeing-Bus zum Praia de Matosinhos lohnt schon allein wegen der zahlreichen Straßenrestaurants, die zum Lunch delikate Fischgerichte und Hausweine kredenzen – zu Preisen, von denen man anderswo nur träumen kann. Für Abwechslung sorgt eine Douro-Kreuzfahrt (ab 90 Euro).

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Amorgós, Griechenland: Inselflair der Achtziger

Amorgós ist aufgrund der Lage abseits der Fähr- und Flugrouten noch ein echter Geheimtipp. Es gibt zwei nennenswerte Orte auf der Insel, den Südhafen Katápola und den Nordhafen Aegiáli. Letzterer ist etwas für Leute, die ein wenig den AchtzigerJahren nachtrauern: Mit urigen Tavernen, einfachen Pensionen und der originellen Beach-Disco „The Que“, die am Wochenende mit kultigen Songs auch Besucher der Nachbarinseln anlockt. Dennoch ruht Aegiáli in sich selbst. Hier ticken die Uhren langsamer. Angenehm entspannend.

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Alaçati, Türkei: Ein Stück Bilderbuch-Türkei

Obwohl im Hochsommer und insbesondere an den Wochenenden Hochbetrieb bis spät in die Nacht herrscht, geht von Alaçati stete Gelassenheit aus. In den Cafés der malerischen Altstadt mit den liebevoll restaurierten Häusern, die fast durchweg unter Denkmalschutz stehen, schlürfen in der Früh Einheimische und erste Touristen Tee und Mokka. Ein paar Meter weiter erwacht sonnabends der traditionelle Bazar zum Leben, mit frischem Fisch, orientalischen Gemüsen, duftenden Kräutern und Früchten. Alaçati ist ein Vorort der Touristenhochburg Çesme, der charmantere Teil der Region. Mit einem der schönsten Strände der Gegend und einer authentischen Atmosphäre, die aus vielen Besuchern Stammgäste macht.

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Portofino, Italien: Der Schickeria auf der Spur

Die ligurische Perle Portofino steht seit langem im Blickpunkt der Prominenz. Früher flanierten Humphrey Bogart und Sophia Loren durch den Ort, hielt Richard Burton um die Hand von Elizabeth Taylor an. Heute geben sich Fiat-Erben, Silvio Berlusconi und Susanna Armani die Ehre. Gala- und Bunte-Leser werden sicherlich hinter großen Sonnenbrillen einen Star erkennen. Vielleicht beim Sundowner in der „Bar Morena“ oder beim Flanieren an der Promenade. Doch auch wer nicht zum „Spannen“ kommt, wird zugeben müssen, dass Portofino ein Flair besitzt, das seinesgleichen sucht auf der Welt.

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Páros, Griechenland: Perle in Weiß-Blau

Páros ist definitiv eine der schönsten Ägäis-Inseln, hat alles, was man von einem Griechenland-Urlaub erwartet. An der Ostküste ausgedehnte Sandstrände wie etwa den Golden Beach, im luftigen Norden den Bilderbuch-Ort Náoussa. Ein Plätzchen mit Wohlfühlgarantie, mit den typischen, weiß-blau gestrichenen Häusern, die sich an einen Hügel schmiegen, einem verwinkelten Ortskern und als Flaniermeile einem alten Hafen mit Tavernen, Bars und kleinem Anleger, wo die Shuttleboote zu den gegenüberliegenden Stränden starten. Nachtschwärmer kommen in Náoussa auf ihre Kosten. Tipp: Nehmen Sie einen Mietwagen für die ganze Zeit, das Ausflugsprogramm ist groß. Anreise am besten über Mýkonos oder Athen.

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Alassio, Italien: Ein Stück echtes Italien

Das ist das echte Italien: Enge Gassen, altehrwürdige Cafés, kleine Boutiquen, laute Restaurants, knatternde Vespas. Stets in Reichweite sind der Strand und das Meer. Das kleine mondäne Seebad Alassio wurde nie richtig berühmt, obwohl der Hochadel bereits Ende des 19. Jahrhunderts hierherkam, um sich zu erholen. In den 1950ern und 1960ern, als sich Lebemänner wie Ernest Hemingway und Louis Armstrong im „Caffé Roma“ die Klinke in die Hand gaben, galt Alassio als die Hauptstadt des Jetsets.

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Starigrad, Kroatien: Kroatien, wie es einmal war

Klingt doof, ist aber nett: Am Ende einer langgezogenen Meeresbucht auf der Insel Hvar vor Split liegt der 2900 Einwohner zählende Prachtort Starigrad (übersetzt: „Alte Stadt“), mit pittoresker Altstadt, verwinkelten Gässchen, gemütlichen Plätzen und einer Promenade, die um die Bucht führt. Bei den Stränden müssen allerdings Abstriche gemacht werden: Einen Kilometer vom Ortszentrum entfernt gibt es eine nette Badestelle mit kieseligem Strandabschnitt und dem Kiosk „Tramonto“, ein guter Ort, um den Sonnenuntergang zu genießen. Wer mit dem Rad unterwegs ist, findet einsame Badeplätze mit Felsen zum Sonnen. Abends schlendert man durch die Altstadt und lässt sich zum Essen nieder, wo gerade ein Plätzchen frei ist.

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Nazaré, Portugal: Lust auf die große Welle

Surfikone Garrett McNamara hat sich hier mit einem Ritt auf einem 24 Meter hohen Brecher den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde gesichert. Während der Big-Wave-Saison zwischen Oktober und Februar rollen bis zu 30 Meter hohe Monsterwellen auf den Praia Norte, den Leuchtturm und die Landzunge zu, die weltweit höchsten. Während der Sommermonate entpuppt sich der liebliche portugiesische Fischerort Nazaré indes als ganz normaler Urlaubsort – wenngleich beim Baden wegen der starken Strömungen immer Vorsicht geboten ist. Von der Unterstadt fährt eine Zahnradbahn in die auf einem Felsplateau gelegene Altstadt Sitio. Von hier eröffnet sich ein spektakulärer Blick auf die Marina, Strand und Meer.